Im Bergsteigerdorf Schmirn findet man unberührte Naturidylle, die von Landwirtschaft geprägt ist: am Talboden gepflegte Felder und Blumenwiesen, kleine Weiler mit sonnenverbrannten, traditionellen Bauernhöfen und im Hintergrund über den Wäldern stolz aufragende Berggipfel, bis zum 3.476 m hohen Olperer. Allein die Talschlüsse von Schmirn in Kasern und Toldern sind eine Augenweide.

Alpenblumengarten im Ortsteil Toldern

Beim Gasthaus Olpererblick – der Name wird dem Haus übrigens gerecht – sorgt Wirtin Kati mit regionalen Gerichten für das leibliche Wohl ihrer Gäste. Ihr Vater Georg hat gleich neben dem Gasthaus vor ca. 15 Jahren ein Stück Feld von den benachbarten Bauern gepachtet, um dort einen Alpenblumen- und Alpenkräutergarten anzulegen. Dieser Garten wurde im Rahmen eines geförderten Projekts und gleichzeitiger Anlage eines barrierefreien Rundwegs in den Jahren 2018 – 2020 revitalisiert. Es haben sich mittlerweile 13 Patinnen und Paten aus Schmirn gefunden, die Teilbereiche des Gartens pflegen und mit viel Liebe ihre eigenen Ideen einbringen. Die Bereiche sind verschiedenen Themen zugeordnet, so gibt es z.B. ein „Schnapsgartl“, in dem auch ein Vogelbeerbaum steht. Es gibt außerdem ein „Weihegartl“, in dem alle Blumen und Kräuter wachsen, die traditionellerweise am Marienfeiertag Maria Geburt am 08.09. in der Kirche von Schmirn geweiht werden und in den Rauhnächten rund um Weihnachten als „Weihekräuter“ dienen. Auch ein „Bauerngartl“ mit alten Gemüse- und Kartoffelsorten, ein „Heilkräutergartl“, ein „Stoangartl“ und ein „Beerengartl“ sind entstanden. Infotafeln bei den verschiedenen Bereichen geben Auskunft über die jeweiligen Pflanzen und lokale Hintergründe.

Ruhebänke und Holzliegen, eine Sitzecke und ein kleiner Teich laden zum Entspannen im Alpenblumengarten ein. Gleich neben dem Garten kann man die einzige, noch erhaltene und funktionsfähige Stockmühle Nordtirols von innen besichtigen.

In unmittelbarer Nähe des Alpenblumengartens gibt es zwei Hofläden (Gattererhof und Thumeserhof), die regionale Spezialitäten zum Verkauf anbieten.

 

Im Rahmen der „Schule der Alm“, wo es bereits Almkurse im Valsertal gibt, werden seit 2021 nun auch Kräuterkurse im Alpenblumengarten Schmirn organisiert. Ein Ziel ist unter anderem die Erhaltung der Alm- und Bergwiesen im Wipptal. Genau auf diesen Bergwiesen wachsen spezielle Alpenblumen und Wildkräuter – eine einzigartige „Apotheke“, die es gilt zu erhalten und die im Alpenblumengarten veranschaulicht wird. Die Kräuterpädagogin Elisabeth Mayr betreut die 4-tägigen Kurs und gibt ihr Wissen über Alpenpflanzen und ihre Verarbeitung weiter. Weiters finden alle 2 Wochen mittwochs Tagesseminare im Alpenblumengarten mit Elisabeth statt. Alle Termine:  http://www.kraeuterwissen.eu/termine/